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52. DGPs-Kongress in Hildesheim – view on/of sciene

20.09.2022 | Vom 12.09. bis zum 15.09.2022 fand der 52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) unter dem Motto view on / of sciene in Hildesheim statt.  Unter den über 2000 Teilnehmenden waren aus der Abteilung Biologiedidaktik Milan Büscher und Annike Eylering vertreten, die einen Beitrag zum Kongressprogramm lieferten. Milan Büscher stellte seine ersten Ergebnisse zum Thema „What should I do to protect bird? Priorization of behaviours to foster bird conservation in Germany“ in einer Postersession erfolgreich vor. Die von Expert*innen bewerteten Verhaltensweisen zum Vogelschutz, weckten großes Interesse beim Publikum. Einen Einblick in das Poster erhalten Sie hier.

Annike Eylering präsentierte am letzten Kongresstag einen Ausschnitt aus ihrer aktuellen Forschungsarbeit im Bereich der Wahrnehmung des Verlustes der biologischen Vielfalt.  Dieser umfasste eine Assoziationsanalyse zu den Begriffen „Biologische Vielfalt“ und „Verlust biologischer Vielfalt“ und die Validierung einer „biodiversity loss perception scale“. Die Präsentation zum Vortrag finden sie hier

Insgesamt konnten auf der Tagung spannende Vorträge und Diskussionen besucht werden. Auch die Vernetzung mit verschiedenen Forschenden der Umweltpsychologie war sehr gewinnbringend.

20 Jahre interdisziplinärer Forschungsaustausch im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt

07.09.2022 | Die interdisziplinare Tagung zur Biodiversitätsforschung des Bundesamts für Naturschutz ist für unsere Nachwuchswissenschaftler:innen eine gern gesehene Plattform für den interdisziplinären Forschungsaustausch. Die Tagung bietet Studierenden und Nachwuchswissenschaftler:innen die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse zum Themenkomplex "Biodiversität" vorzustellen. Im Jubiläumsband "20 Jahre interdisziplinärer Forschungsaustausch im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt" ist die Biologiedidaktik gleich siebenfach mit Beiträgen vertreten. 

Lea Stein, Felix Przesdzink, Lara Dörge, Jonas Boldt, Johanna Bischof, Pascal Piede und Malin Funk beschäftigten sich in ihren Vorträgen zum einen mit der Schutz- und Spendenbereitschaft gegenüber Insekten und Vögeln in Deutschland, sowie der Schutzbereitschaft ecuadorianischer Kinder gegenüber gefährdeten Tierarten. Darüber hinaus standen die Themen einer nachhaltigen Ernährungsintention bei Schüler*innen, die Optimierung regionaler Naturschutzwerke sowie die Umsetzung eines Rundganges durch einen botanischen Garten mittels Virtual Reality im Fokus.

Den Jubiläumsband finden Sie hier.

Tagung zur Biodiversitätsforschung des Bundesamts für Naturschutz (BfN)

23.08.2022 | Im Zeitraum vom 15.08.2022 bis 19.08.2022 fand auf der Insel Vilm vor der Südküste von Rügen die interdisziplinäre Wissenschaftstagung zur Biodiversitätsforschung vom Bundesamt für Naturschutz statt. Auf der Tagung stellten Studierende und Nachwuchswissenschaftler/-innen ihre aktuellen Forschungsprojekte und -ergebnisse rund um den heimischen sowie globalen Biodiversitätsschutz vor.

Dieses Jahr erhielten aus der Abteilung Biologiedidaktik die Abschlusskandidatin Nicol Sperling und die Doktorandin Lena Szczepanski eine Einladung zur Teilnahme an der Tagung. Ihre Vorträge beschäftigten sich zum einen mit der psychologischen Charakterisierung von regionalen Naturschutzakteuren und zum anderen mit der Effektivität von Bildungsinterventionen auf die Konsumbereitschaft nachhaltigerer Nahrungsmittel. 

Lecker war’s! – Exkursion zum Schulbiologiezentrum Hannover

15.07.2022 | Am 13. Juli besuchten Biologie-Lehramtsstudierende im Rahmen einer kleinen Exkursion das Schulbiologiezentrum in Hannover, welches vom BNE als außerschulischer Lernort deklariert ist. Das Schulbiologiezentrum Hannover bietet sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Lehrkräften seit mehr als 130 Jahren Erfahrungs- und Experimentiermöglichkeiten im naturnahen Raum. Neben einer spannenden Führung durch den Botanischen Schulgarten (Burg), einen von insgesamt fünf Abteilungen des Zentrums, hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich durch diverse Düfte im Duftgarten und viele verschiedene Geschmäcker im Gemüse- und Kräutergarten zu testen. Am Ende wurde in der hauseigenen Apothekerschule ein Exkurs zu diversen Heilpflanzen durchgeführt. Herr Ledderbogen hat es geschafft, alle Teilnehmenden von der Vielfalt und den Vorzügen des  Standortes zu überzeugen. Wir bedanken uns für die vielen Kostproben recht herzlich und freuen uns auf einen erneuten Besuch im Schulbiologiezentrum Hannover.

Free word association analysis of Germans‘ attitudes toward insects

17.08.2021 | Trotz ihrer geringen Größe sind Insekten von entscheidender Bedeutung für die Umwelt, da sie eine Vielzahl von Ökosystemleistungen erbringen. Leider ist die Zahl der Insekten in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, wobei anthropogene Faktoren die Hauptursache sind. Die Ergebnisse von zwei freien Wortassoziationstests wurden analysiert, um einen Einblick in die Einstellung der deutschen Bevölkerung zu Insekten zu erhalten. Dabei wurde ein neuartiger Ansatz in Form eines Assoziationsnetzwerks mit Hilfe der Software "Gephi" verwendet, die ursprünglich für die Analyse sozialer Netzwerke entwickelt wurde. Untersucht wurde auch der Einfluss der Einstellung auf die Spendenbereitschaft (WTD) und die tatsächliche Spende für ein Insektenschutzprojekt. Die Datenerhebung erfolgte mittels eines Online-Fragebogens (n = 515; Mage = 49,36; weiblich = 50,1 %). Im Test sollten die Teilnehmer drei Assoziationen zur Aufforderung "Insekt" nennen. Die Assoziationen wurden den drei Komponenten der Einstellung zugeordnet: affektiv, kognitiv und behavioral. "Biene" war die häufigste genannte Assoziation, gefolgt von "nützlich", "Natur", "Bestäubung" und "lästig". "Lästig" wurde am häufigsten zusammen mit "nützlich" genannt, was darauf hindeutet, dass das Wissen um die Nützlichkeit von Insekten nicht ausreicht, um negative Assoziationen zu verdrängen. Alle weiteren Ergebnisse der Studie können sie hier einsehen. An der Studie haben Jasmin Vlasák-Drücker, Annike EyleringJasmin Drews, Gesa Hillmer, Vera Carvalho-Hilje und Dr. Florian Fiebelkorn mitgewirkt.

Students’ conceptions of keeping fattening pigs and dairy cows

07.09.2022 | Die Produktion tierischer Nahrungsmittel entzieht sich weitestgehend der persönlichen Erfahrungswelt eines Großteils der Bevölkerung. Insbesondere Kinder und Jugendliche sammeln immer weniger Erfahrungen mit landwirtschaftlichen Betrieben und Nutztieren. Schulen kommt in diesem Zusammenhang ein wichtiger Bildungsauftrag zu. Zur Gestaltung effektiver Bildungsimplikationen ist es unabdingbar, zunächst die Vorstellungen der Schüler:innen zu diesem Themenkomplex zu erheben. Dazu haben Elena Folsche und Florian Fiebelkorn Grundschulkinder (n = 6; MAge = 8,8 Jahre; 83% weiblich) befragt und in einem semistrukturierten Interview Zeichnungen von landwirtschaftlichen Betrieben anfertigen lassen. Drei Proband:innen sind auf einem konventionellem Schweinemastbetrieb in Nord-West Deutschland aufgewachsen. Die Ergebnisse zeigen eine große Bandbreite in den Vorstellungen, von naiven romantisierten Vorstellungen bis hin zu elaborierten Vorstellungen moderner Nutztierhaltung. Den Artikel können sie hier einsehen.

Willingness of the German population to donate toward bird conservation: An application of the protection motivation theory

21.06.2022 | Die Vielfalt der Vogelarten ist gefährdet und sinkt zusehends. Deutschlandweit gibt es 305 Brutvogelarten von denen aktuell 75 der in Deutschland vorkommenden Arten als gefährdet gelten oder vom Aussterben bedroht sind (Bild: Braunkehlchen (Saxicola rubetra) – gilt als stark gefährdet). Im Rahmen einer Bevölkerungsstudie haben Annike Eylering, Milan Büscher, Malin Funk, Jonas Boldt und Dr. Florian Fiebelkorn erstmalig die Schutzmotivation (protection motivation theory), Wissen über Vögel und Einstellungen gegenüber Vögeln sowie die Spendenbereitschaft und tatsächliche Spende der deutschen Bevölkerung für den Vogelschutz in Deutschland untersucht. 

Ergebnisse zeigten, dass die Spendenbereitschaft für den Vogelschutz der Probanden*innen sich als  positiv bewerten lässt. Was die tatsächliche Spende betrifft, wurden insgesamt 319,49 € von möglichen 1.158 € gespendet. Insgesamt 101 Teilnehmer*innen gaben an, dass sie bereit waren zu spenden, spendeten aber 0 % ihrer Aufwandsentschädigung. Auch wenn die Ergebnisse grundsätzlich auf eine relativ hohe Bereitschaft der Bevölkerung zum Spenden für den Vogelschutz hindeuten, konnte eine deutliche Diskrepanz zwischen der Ausprägung einer Spendenbereitschaft und der tatsächlichen Spende nachgewiesen werden. Nebstdem wies die protection motivation theory eine gute Eignung zur Erklärung der Spendenbereitschaft und Spende für den Vogelschutz auf. Die Einstellungen gegenüber Vögeln wurden als stärkster Einflussfaktor auf die Spendenbereitschaft für den heimischen Vogelschutz identifiziert. In Folgestudien könnten weitere Einflussfaktoren untersucht werden, die eine weitere Aufklärung und Steigerung der Spendenbereitschaft und Spenden für den Vogelschutz in Deutschland ermöglichen.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Fleisch(r)evolution – Produktion, Nachhaltigkeit und Akzeptanz von kultiviertem Fleisch

22.08.2022 | Die derzeitige Produktion und der hohe Konsum von Fleisch in Industriestaaten tragen stark zum Klimawandel und Biodiversitätsverlust bei. Ein Ansatz, die negativen Auswirkungen zu überwinden, ist kultiviertes Fleisch. Viele Wissenschaftler/-innen, Lebensmittelproduzent/-innen und Start-ups sehen darin eine nachhaltige und tierethisch vertretbare Alternative zur konventionellen Produktionsweise. Doch warum ist das mithilfe von Zell- und Gewebekulturtechniken produzierte Fleisch, dessen Herstellung (fast) ganz ohne die Tötung von Tieren auskommt, dann noch nicht auf dem deutschen Markt verfügbar? Dr. Florian FiebelkornJacqueline Dupont und Lena Szczepanski haben gemeinsam mit Nadine Filko in einem Artikel in der August-Ausgabe von „Biologie in unserer Zeit“ publiziert, welcher dieser Frage nachgeht. Neben den Herausforderungen bei der Produktion und Vermarktung von kultiviertem Fleisch gibt der Artikel einen Überblick über die Produktion, die Nachhaltigkeit, die rechtliche Situation und die Akzeptanz von kultiviertem Fleisch.

 

Den Artikel können Sie hier einsehen.

Aktuelle unterrichtspraktische Publikationen

"Explizites Bewerten“ am Beispiel der Nachhaltigkeit von Nahrungsmitteln aus Insekten

Nun können Biologielehrer*innen das Thema „Insekten als Nahrungsmittel“ auch im bilingualen Biologieunterricht behandeln. Nils Puchert und Florian Fiebelkorn haben zusammen mit dem Experten für Entomophagie aus den Vereinigten Staaten, Aaron T. Dossey, einen unterrichtspraktischen Beitrag in der Zeitschrift The American Biology Teacher für den englischsprachigen Biologieunterricht publiziert. Anhand des aktuell kontrovers diskutierten Themas der Nachhaltigkeit von insektenbasierten Nahrungsmitteln können Lehrer*innen die Bewertungskompetenz ihrer Schüler*innen mithilfe der Methode des "Expliziten Bewertens" fördern.


Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.

Nachhaltige Ernährung im Alltag

Im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bietet das Thema „Nachhaltige Ernährung“ einen idealen Beispielkontext, um ökologische, soziale, gesundheitliche und ökonomische Chancen und Risiken der Produktion unserer Nahrungsmittel in einen regional-globalen Bezug zu setzen. Diese ausgearbeitete Unterrichtseinheit vermittelt Fachwissen und fördert mithilfe motivierender und alltagsnaher Übungen die Bewertungskompetenz ihrer Lernenden. Die Bildungsmaterialien wurden im Rahmen der Dissertation von Maximilian Dornhoff-Grewe erstellt. 

Mehr Information zum Themenheft und Beitrag finden sie hier.

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Studierende

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BiologielehrerInnen

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Interessierte Öffentlichkeit

Wenn Sie einfach nur an der Arbeit unserer Abteilung interessiert sind, haben wir hier spezifische Informationen für Sie aufbereitet.

Weitere Informationen zu unseren Forschungsschwerpunkten

Biodiversität

Welche Voraussetzungen bestehen für Naturschutzmotivationen und wie lassen sich diese durch biologische Bildung fördern?

Nachhaltige Ernährung

Welche Vorstellungen haben Lernende zu spezifischen biologischen Themen und wie können diese für Biologielernen genutzt werden?