biodidaktik


Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Topinformationen

Biodiversitätsschutz

Welche Voraussetzungen bestehen für Naturschutzmotivationen und wie lassen sich diese durch biologische Bildung fördern?

Nachhaltige Ernährung

Welche Vorstellungen haben Lernende zu spezifischen Ernährungsthemen und wie können diese für das Biologielernen genutzt werden?

Schüler:innen Workshop im Rahmen der Internationalen Biologie-Olympiade

20.01.2023 | Am 20.1.2023 lernten Schüler:Innen aus Niedersachsen im Rahmen der internationalen Biologieolympiade den Umgang mit Tierpräparaten und deren Bestimmung, die Präparation von Insekten und die fachgerechte Anfertigung unterschiedlicher Pflanzenschnitte kennen. Nach einer Einführung im botanischen Garten wurden Schnitte von Efeu und Vanille angefertigt, unter Mikroskopen betrachtet und dokumentiert. Organisiert und geleitet wurde die Aktion von Sebastian Holt, Lara Sprenger, Lisa Grützmacher und Felix Przesdzink von der Biologiedidaktik und den Osnabrücker Biodiversitätsgesprächen, sowie Kristina Themann vom Gymnasium Bersenbrück. Mit weiterer Unterstützung der Abteilungen Zoologie, Botanik und dem Schülerlabor wurden Einblicke in das Studium der Biologie gewährt.

Fleischfrei – Warum fällt es den meisten Menschen schwer, auf tierische Produkte zu verzichten?

25.11.2022 | Diese Frage wurde im Rahmen des 15. Wissensforums der Neuen Osnabrücker Zeitung und der Universität gestellt und Dr. Florian Fiebelkorn fand eine Antwort darauf. 

Für einen Großteil der Bevölkerung ist es „normal“, sich von tierischen Produkten, insbesondere Fleisch zu ernähren. Fleischesser-/innen sind mit dem sogenannten „Fleisch Paradox“ konfrontiert. Generell geht man davon aus, dass Menschen die Natur damit auch Tiere grundsätzlich lieben – ein Phänomen, welches als Biophilie bezeichnet wird. Gleichzeitig müssen für die Produktion von Fleisch aber Tiere getötet werden. Dies bringt Fleischesser-/innen in einen moralischen Konflikt, weil ihr Verhalten, also der Konsum von Fleisch prinzipiell Schaden und Leid zufügt. Welche Auswege es aus diesem Konflikt gibt und welche Rechtfertigungsstrategien häufig verwendet werden, finden Sie in der 4-Minütigen Antwort im Videobeitrag.

Teilweise virtueller Schüleraustausch mit der Gesamtschule Schinkel

12.01.2023 | Zusammenarbeit mit Schulen vor Ort - In einem Austauschprojekt der Gesamtschule Schinkel und der Biologiedidaktik konnten Schülerinnen und Schüler ihre ersten eigenen (VR-)Videoprojekte zum deutschen Wald finalisieren. Die fertigen Videos werden der Partnergruppe in Costa Rica zugesendet, um dort erste Eindrücke aus Deutschland für den kommenden Austausch zu vermitteln. Die Austauschgruppe von Gunnar Nilsson, Lehrer an der IGS und Lehrbeauftragter an der Universität, wurde von Felix Przesdzink, Vincent Fritzen und Sebastian Holt betreut, um den SuS die ersten Erfahrungen mit Videoschnitt und Kameratechnik zu ermöglichen. Nach einer technischen Einführung und Aufnahmen im Feld wurden die Videos in der Universität ausgewählt und geschnitten. 

Autumn School 2022 der Alfred Toepfer Stiftung

10.11.2022 | Vom 07. bis zum 11. November 2022 fand die Autumn School der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S unter dem Motto „Wege in eine zukunftsfähige Landwirtschaft“ statt. Die Autumn School ist Teil des Programms „Zukunftsgerechte Landwirtschaft“ und setzt auf Lernen und Austausch von jungen Menschen in der landwirtschaftlichen Ausbildung, Lehrkräften und Ausbilder/-innen im landwirtschaftlichen Bereich. 

Die beiden Doktorandinnen Elena Folsche und Lena Szczepanski sind als Expertinnen für Schülervorstellungsforschung zur Landwirtschaft eingeladen worden. Dort präsentierten sie unter dem Motto „Landwirtschaft macht Schule“ Ergebnisse aktueller Studien. Außerdem wurde das Scrollytelling „Pig & Click“ mit den jungen Landwirt/-innen ausgetestet und evaluiert. 

Free word association analysis of Germans‘ attitudes toward insects

17.08.2021 | Trotz ihrer geringen Größe sind Insekten von entscheidender Bedeutung für die Umwelt, da sie eine Vielzahl von Ökosystemleistungen erbringen. Leider ist die Zahl der Insekten in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, wobei anthropogene Faktoren die Hauptursache sind. Die Ergebnisse von zwei freien Wortassoziationstests wurden analysiert, um einen Einblick in die Einstellung der deutschen Bevölkerung zu Insekten zu erhalten. Dabei wurde ein neuartiger Ansatz in Form eines Assoziationsnetzwerks mit Hilfe der Software "Gephi" verwendet, die ursprünglich für die Analyse sozialer Netzwerke entwickelt wurde. Untersucht wurde auch der Einfluss der Einstellung auf die Spendenbereitschaft (WTD) und die tatsächliche Spende für ein Insektenschutzprojekt. Die Datenerhebung erfolgte mittels eines Online-Fragebogens (n = 515; Mage = 49,36; weiblich = 50,1 %). Im Test sollten die Teilnehmer drei Assoziationen zur Aufforderung "Insekt" nennen. Die Assoziationen wurden den drei Komponenten der Einstellung zugeordnet: affektiv, kognitiv und behavioral. "Biene" war die häufigste genannte Assoziation, gefolgt von "nützlich", "Natur", "Bestäubung" und "lästig". "Lästig" wurde am häufigsten zusammen mit "nützlich" genannt, was darauf hindeutet, dass das Wissen um die Nützlichkeit von Insekten nicht ausreicht, um negative Assoziationen zu verdrängen. Alle weiteren Ergebnisse der Studie können sie hier einsehen. An der Studie haben Jasmin Vlasák-Drücker, Annike EyleringJasmin Drews, Gesa Hillmer, Vera Carvalho-Hilje und Dr. Florian Fiebelkorn mitgewirkt.

Students’ conceptions of keeping fattening pigs and dairy cows

07.09.2022 | Die Produktion tierischer Nahrungsmittel entzieht sich weitestgehend der persönlichen Erfahrungswelt eines Großteils der Bevölkerung. Insbesondere Kinder und Jugendliche sammeln immer weniger Erfahrungen mit landwirtschaftlichen Betrieben und Nutztieren. Schulen kommt in diesem Zusammenhang ein wichtiger Bildungsauftrag zu. Zur Gestaltung effektiver Bildungsimplikationen ist es unabdingbar, zunächst die Vorstellungen der Schüler:innen zu diesem Themenkomplex zu erheben. Dazu haben Elena Folsche und Florian Fiebelkorn Grundschulkinder (n = 6; MAge = 8,8 Jahre; 83% weiblich) befragt und in einem semistrukturierten Interview Zeichnungen von landwirtschaftlichen Betrieben anfertigen lassen. Drei Proband:innen sind auf einem konventionellem Schweinemastbetrieb in Nord-West Deutschland aufgewachsen. Die Ergebnisse zeigen eine große Bandbreite in den Vorstellungen, von naiven romantisierten Vorstellungen bis hin zu elaborierten Vorstellungen moderner Nutztierhaltung. Den Artikel können sie hier einsehen.

Willingness of the German population to donate toward bird conservation: An application of the protection motivation theory

21.06.2022 | Die Vielfalt der Vogelarten ist gefährdet und sinkt zusehends. Deutschlandweit gibt es 305 Brutvogelarten von denen aktuell 75 der in Deutschland vorkommenden Arten als gefährdet gelten oder vom Aussterben bedroht sind (Bild: Braunkehlchen (Saxicola rubetra) – gilt als stark gefährdet). Im Rahmen einer Bevölkerungsstudie haben Annike Eylering, Milan Büscher, Malin Funk, Jonas Boldt und Dr. Florian Fiebelkorn erstmalig die Schutzmotivation (protection motivation theory), Wissen über Vögel und Einstellungen gegenüber Vögeln sowie die Spendenbereitschaft und tatsächliche Spende der deutschen Bevölkerung für den Vogelschutz in Deutschland untersucht. 

Ergebnisse zeigten, dass die Spendenbereitschaft für den Vogelschutz der Probanden*innen sich als  positiv bewerten lässt. Was die tatsächliche Spende betrifft, wurden insgesamt 319,49 € von möglichen 1.158 € gespendet. Insgesamt 101 Teilnehmer*innen gaben an, dass sie bereit waren zu spenden, spendeten aber 0 % ihrer Aufwandsentschädigung. Auch wenn die Ergebnisse grundsätzlich auf eine relativ hohe Bereitschaft der Bevölkerung zum Spenden für den Vogelschutz hindeuten, konnte eine deutliche Diskrepanz zwischen der Ausprägung einer Spendenbereitschaft und der tatsächlichen Spende nachgewiesen werden. Nebstdem wies die protection motivation theory eine gute Eignung zur Erklärung der Spendenbereitschaft und Spende für den Vogelschutz auf. Die Einstellungen gegenüber Vögeln wurden als stärkster Einflussfaktor auf die Spendenbereitschaft für den heimischen Vogelschutz identifiziert. In Folgestudien könnten weitere Einflussfaktoren untersucht werden, die eine weitere Aufklärung und Steigerung der Spendenbereitschaft und Spenden für den Vogelschutz in Deutschland ermöglichen.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Effectiveness of a teaching unit on the willingness to consume insect-based food – An intervention study with adolescents from Germany

05.10.2022 |Lena SzczepanskiJacqueline Dupont, Fenja Schade, Henrike Hellberg, Milan Büscher und Florian Fiebelkorn haben die Wirkung einer vierstündigen Unterrichtseinheit zum Thema "Entomophagie und Nachhaltigkeit" auf die Konsumbereitschaft insektenbasierter Nahrungsmittel von Jugendlichen (N = 114; MAge = 15.77) in Deutschland untersucht. Die Datenerhebung erfolgte über Paper-Pencil-Fragebögen unmittelbar vor (pre-Test), unmittelbar nach (post-Test) und ca. 6 Wochen nach (follow-up Test) der Unterrichtseinheit. Obwohl signifikante Veränderungen bei dem Ekel vor Lebensmitteln, der Angst vor neuartigen Lebensmitteln, der Angst vor neuartigen Lebensmitteltechnologien, den Einstellungen und dem Wissen nach der Unterrichtseinheit festgestellt wurden, konnte die Konsumbereitschaft der Jugendlichen gegenüber insektenbasierten Nahrungsmitteln nicht signifikant gesteigert werden. Die Einstellungen wurden als der stärkste Prädiktor für die Konsumbereitschaft gegenüber insektenbasierten Nahrungsmitteln identifiziert, während das Wissen über Insekten als Nahrungsmittel keinen signifikanten Einfluss hatte. 

Weitere Ergebnisse zur Wirkung der Unterrichtseinheit sowie den Einflussfaktoren auf die Konsumbereitschaft gegenüber insektenbasierten Nahrungsmitteln können Sie hier einsehen. 

Wissenschaftskommunikation

Fleisch(r)evolution – Produktion, Nachhaltigkeit und Akzeptanz von kultiviertem Fleisch

Ansprechpartner:innen: Lena Sczcepanski, Florian Fiebelkorn

Kommunikationsformat: Populärwissenschaftlicher Beitrag für Biolog:innen in der Zeitschrift „Biologie in unserer Zeit“

Zielgruppe: Biolog:innen und interessierte Öffentlichkeit

Kurzbeschreibung: Übersichtsartikel zur Herstellung, dem Nachhaltigkeitspotential und der Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber kultiviertem Fleisch. Fiebelkorn, F., Dupont, J., Szczepanski, L., & Filko, N. (2022). Fleisch(r)evolution – Produktion, Nachhaltigkeit und Akzeptanz von kultiviertem Fleisch. Biologie in unserer Zeit, 3(52), 2-15. DOI 10.11576/biuz-5695.

„Nachhaltige Milchalternativen“

Ansprechpartner:innen: Lena Sczcepanski, Florian Fiebelkorn

Kommunikationsformat: Online-Bildungsmedium für Schulen in Deutschland, Schweiz und Österreich inklusive Kurzfilmen, Animationen, Illustrationen, Arbeitsmaterialien im Paper-Pencil- und H5P-Format

Zielgruppe: Schüler:innen (ab 8. Jahrgangsstufe)

Kurzbeschreibung: Für das Onlinemedium übernahmen Florian Fiebelkorn und Lena  Szczepanski die fachliche und didaktische Betreuung: Sie wählten die Fachinhalte aus, bereiteten sie zielgruppengerecht auf und erstellten interaktive Aufgaben. Gemeinsam mit dem VirtUOS erstellten sie zudem Videos von der Herstellung von Pflanzendrinks der Berief Food GmbH sowie dem Einkauf im Supermarkt. Mit Hilfe des Onlinemediums erarbeiten sich Schüler:innen Fachwissen, um Kuhmilch mit pflanzlichen Alternativen zu vergleichen. Das Medium vermittelt beispielsweise Nährwertinformationen und Gründe für den Konsum von Pflanzendrinks. Zudem werden Schüler:innen für Nachhaltigkeitsaspekte sensibilisiert

Aktuelle Angebote für

 

 

Studierende

Aktuelle Angebote für Abschlussarbeiten, Exkursionen und Informationen rund um das Lehramtsstudium.

BiologielehrerInnen

Hier finden Sie aktuelle Unterrichtsmaterialien sowie Kooperationsmöglichkeiten

Interessierte Öffentlichkeit

Wenn Sie einfach nur an der Arbeit unserer Abteilung interessiert sind, haben wir hier spezifische Informationen für Sie aufbereitet.