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Dr. phil. nat. Alexander Eckes

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc)

© Biologiedidaktik Osnabrück

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Universität Osnabrück
Biologiedidaktik
Barbarastr. 11, Gebäude 35

Raum: 35/129

Telefon: +49 (0) 541-969-7374

alexander.eckes[at]…

Sprechzeiten: Montags 09:00-12:00 Uhr

Research-Gate

 

 

Ich habe 2018 zum Einsatz von Unterstützungsmaßnahmen der psychologischen Grundbedürfnisse an außerschulischen Lernorten und am formalen Lernort Schule promoviert.

Meine Forschungsinteressen liegen vor allem im tieferen Verständnis von Faktoren, die Motivation und Lernen an schulischen und außerschulischen Lernorten beeinflussen. Das betrifft im Speziellen das Lehrerverhalten sowie Neuheit und Strukturiertheit der Lernumgebung. Dabei ist meine Arbeit in der Selbstbestimmungstheorie der Motivation und dem Contextual Model of Learning verankert.

Ein methodischer Schwerpunkt liegt auf quantitativen empirischen Forschungsmethoden, die im Rahmen von Interventionsstudien in Schule und an außerschulischen Lernorten umgesetzt werden. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch gezielte qualitative Befragungen, die eine Erschließung neuer Theoriebereiche ermöglichen.

 

Meine Hauptforschungsgebiete sind:

Förderung der SDT-Basic Needs in Schule und an außerschulischen Lernorten

Als Grundlagen für intrinsische Motivation sind die drei psychologischen Grundbedürfnisse (Basic Needs) nach Autonomie (A), Kompetenz (K) und sozialer Eingebundenheit (E) von entscheidender Bedeutung. Sie sollen getrennt und gebündelt in ihrer Wirkung auf Motivation im Biologieunterricht und an außerschulischen Lernorten untersucht werden. Wie können die Basic Needs im Unterricht bzw. am außerschulischen Lernort von Lehrkräften und Lernumgebung zugleich unterstützt werden? Gezielt untersuche ich dabei autonomieförderliches Lehrerverhalten (A; neutrale Sprache, Wahlmöglichkeiten), strukturierende Maßnahmen (K; Feedback) und Tiere als soziale Katalysatoren (E, Primärerfahrungen).

  • Eckes, A., & Wilde, M. (2019). Structuring experiments in biology lessons through teacher feedback. International Journal of Science Education, 41(16), 2233-2253. Link
  • Eckes, A., Großmann, N., & Wilde, M. (2018). Studies on the effects of structure in the context of autonomy-supportive or controlling teacher behavior on students‘ intrinsic motivation. Learning and Individual Differences, 62, 69-78. Link
  • Eckes, A., Großmann, N., & Wilde, M. (2020). The effects of collaborative care of living animals in biology lessons on students’ relatedness toward their teacher across gender. Research in Science Education, 50, 279–301. Link

Außerschulisches Biologielernen

Der hohe Wert außerschulischen Lernens begründet sich in erster Linie durch die Authentizität des Erlebnisses und die Möglichkeit für Primärerfahrungen von Schülerinnen und Schülern. Besuche von Schulklassen an außerschulischen Lernorten sind von großer Wichtigkeit und werden als gewinnbringend für den Schulunterricht angesehen (z.B. Falk & Storksdieck, 2005).

Lernen an außerschulischen Lernorten zeichnet sich durch die Möglichkeit zum selbstbestimmten Lernen aus (Wilde & Urhahne, 2008). SuS können eigenständig erkunden (Bamberger & Tal, 2006) und selbstgesteuert arbeiten (Schiefele & Pekrun, 1996). Weiterhin fördern außerschulischen Lernorte Interesse und Faszination durch Aktivität, Selbstständigkeit und Selbstorganisation.

 

Weitere Informationen

 

Darüber hinaus interessieren mich folgende speziellere Themengebiete:

Die Regulationstypen der Selbstbestimmungstheorie der Motivation

Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation fußt auf der Annahme, dass motiviertes Handeln auf einem Kontinuum von external reguliertem bis hin zu intern reguliertem Handeln verortet ist. Ein Verständnis der Verortung einer Person zeigt den Grund für Handlungen z.B. im Biologieunterricht auf. Aktuelle Ergebnisse von Untersuchungen von Julien Bureau konnten zeigten, dass introjizierte Regulationstyp (auf dem Kontinuum zwischen externaler und interner Regulation) der wichtige Knotenpunkt eines Wechsels hin zu positiv motiviertem Verhalten ist. Ein Problem dabei ist die Erfassung der Regulationstypen bei jüngeren Schülerinnen und Schülern. Hier sollen Befragungen gerade in der fünften Klasse durchgeführt werden. Weiterhin stellt sich die Frage, wie Schülerinnen und Schüler geholfen werden kann die Hürde der introjizierten Regulation, die anteilig negative (Shame) und positive (Pride) Aspekte aufweist, hin zu positiven Anteilen, zu nehmen..

  • Eckes, A., Kaiser, L. M., & Wilde, M. (2019). Evaluating the relative autonomy continuum in two samples of German biology students. Poster prädentiert auf der SDT Conference 2019. Link

Naturerfahrungen und Wohlbefinden

Es konnte bereits gezeigt werden, dass der Verlust an primären Naturerfahrungen mit einer Naturentfremdung einhergeht und einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen hat. Verschiedene Ausprägungen von Naturerfahrungen sollen in ihrer Wirkung auf das subjektive Wohlbefinden untersucht werden.

  • Eckes, A. & Fiebelkorn, F. (2019, Februar). Welchen Einfluss haben primäre Naturerfahrungen und 360° Naturvideos auf das Wohlbefinden von Studierenden? Eine Pilotstudie im Tropenhaus eines Botanischen Gartens. Vortrag präsentiert auf der Arbeitstagung "Naturerfahrung" der Fachsektion Didaktik der Biologie im VBiO, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Link

 

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